Wankendorfer
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Tanzen - „Wintersport“ mit Gute-Laune-Effekt
Die Tage werden kürzer, die Seen und Strände halten Winterschlaf und damit schwinden die Möglichkeiten, sich draußen sportlich zu betätigen. Wer joggt schon gern im Dunkeln? Viele Sportarten machen in der Halle nur halb so viel Spaß, und schon erscheint uns ein gemütlicher Abend auf dem Sofa viel reizvoller als ein bisschen Bewegung. Dabei gibt es eine Sportart, die Schwung in dunkle Winterabende bringt und an der man in jeder Jahreszeit Spaß hat: Wie wär’s – dürfen wir Sie zum Tanzen auffordern?
Irgendwann im Leben erwischt es jeden: Man geht in die Tanzschule, um sich künftig auf glattem Parkett sicher zu bewegen. Das Wissen aus dem Grundkurs rettet einen über die Abschlussparty in der Schule, die Silberhochzeit der Eltern und den nächsten Feuerwehrball, aber offensichtlich fragen sich immer mehr: Das kann doch nicht alles gewesen sein? Die Tanzschulen erfreuen sich wachsender Nachfrage, und in den über 2.200 Tanzsportvereinen des Deutschen Tanzsportverbandes e.V. frönen 220.000 Mitglieder ihrem Hobby. Damit zählt Tanzen zu den großen Breitensportarten in Deutschland! Dabei bieten sowohl Tanzschulen als auch die Tanzsportvereine vielfältige Angebote für Anfänger und Könner, Jung und Alt, Alleinstehende und Paare.
Wenn Sie mit dem Tanzen beginnen oder alte Kenntnisse wieder auffrischen möchten, bilden die aus dem Welttanzprogramm ausgewählten Standard- und
Lateintänze die beste Grundlage: Mit Langsamem und Wiener Walzer, Slow Fox, Quickstep und Tango (Standard) sowie Samba, Cha-Cha-Cha, Rumba, Paso Doble und Jive (Latein) verfügt man über ein Repertoire, mit dem man sich sicher auf dem Tanzparkett bewegt – so weit es die tänzerische Bewegungsfreiheit zulässt. Und die Freiheit, einen Tanz formvollendet und variantenreich zu tanzen, weiß man mit steigendem Können mehr und mehr zu schätzen. Auch das ist ein guter Grund zum Besuch einer Tanzschule oder für eine Mitgliedschaft im Tanzsportverein: Denn hier gibt es zur fachlichen Anleitung auch den nötigen Raum, richtig schön übers Parkett zu schweben.
Aber auch wer sich in drangvoller Enge bei Ü30-Parties behaupten möchte, findet dafür in Schulen und Vereinen reichlich Anregung: Kaum zu glauben, was mit dem simplen „eins, zwei, tap“ des Disco-Fox so alles angestellt werden kann – je nach Platzangebot Raum greifend oder eher auf der Stelle tretend, machen Sie mit den verschiedenen Drehungen und Wendungen immer eine gute Figur. Das Tolle: Disco-Fox ist schnell gelernt und wird häufig in Extra-Kursen über ein oder zwei Abende angeboten. Genau das Richtige, wenn Sie einfach mal ausprobieren möchten, ob Tanzen Ihnen Spaß macht.
Neben dem Disco-Fox erfreuen sich lateinamerikanische Rhythmen wie Salsa, Mambo oder Tango Argentino derzeit ganz besonderer Beliebtheit in den Tanzschulen, die hierfür diverse Spezialkurse im Programm haben. Großer Hit für kleine Tänzer sind Kurse wie „Tanzen wie die Stars“, „Video-Clip-Dancing“ oder „Dance4Fans“. Dort lernen die Kids die Tanzschritte, Figuren und Formationen ihrer Stars perfekt nach zu tanzen. Mit dem passenden Outfit erobern sie damit so manche heimische Bühne und werden selbst zu kleinen Stars.
Wer beim Tanzen wirklich an die Spitze kommen will, muss wie jeder andere
Leistungssportler ein gezielt aufgebautes Trainingsprogramm bewältigen. Das Schöne beim Tanzen: Auch wer erst in fortgeschrittenem Alter einsteigt, kann mit dem nötigen Einsatz sportliche Lorbeeren erringen. Derzeit betreiben fast 22.000 Frauen und Männer in Deutschland Tanzen als Leistungssport. Der Weg nach oben führt in den entsprechenden Altersgruppen beginnend mit der D-Klasse bis hinauf in den A-Kader, mit der Möglichkeit zur Teilnahme an den Deutschen Meisterschaften. Wer es so weit bringen will, muss allerdings praktisch täglich trainieren und das Tanzen „zur wichtigsten Nebensache der Welt“ erheben.
Die „schönste Nebensache“ ist es in jedem Fall für Viele, die sich wöchentlich in Kursen, Tanzkreisen und Tanzgruppen im Kreise drehen, Promenaden üben und bei Rock ’n’ Roll die Zeit vergessen. Auch wenn Sie keinen Tanzpartner haben, können Sie diesem Hobby frönen, denn mit entsprechenden Angeboten für Singles hat man sich vielerorts auf „Solisten“ eingestellt. Tanzen macht Freude und man kann dabei herrlich den Alltag hinter sich lassen. Wer einmal von dem Bazillus infiziert ist, wird sich mit Schwung durch Bronze-, Silber- und Goldkurse tanzen und in einem der zahlreichen Tanzkreise immer neue Varianten und Figuren dazu lernen. Dass man dabei seiner Gesundheit durch Bewegung noch etwas Gutes tut, ist ein willkommener Nebeneffekt. Was man dagegen sofort spürt, wenn man sich harmonisch im Takt wiegt:
Tanzen beflügelt die Seele! Fangen Sie doch gleich damit an!
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