Wankendorfer
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Liebling, Du schnarchst!
Warum nächtliches „Rasseln“ nicht lästig, sondern sogar gefährlich ist.
Mehr als jede dritte Frau und mehr als die Hälfte aller Männer sind mit zunehmendem Alter davon betroffen: sie schnarchen. Was oft als lästiges, aber harmloses Phänomen gilt, kann in Wahrheit die Ursache für Krankheiten wie Bluthochdruck und Depressionen sein. Auch der berüchtigte Sekundenschlaf am Tag rührt meistens von unruhigen Nächten.
„Dieses Wissen ist aber noch jung“, berichtet die Kieler Zahnärztin Dr. Susanne Schwarting. Sie befasst sich seit zehn Jahren intensiv mit dem Thema und ist heute ehrenamtliche Präsidentin der Deutschen Gesellschaft Zahnärztliche Schlafmedizin, DGZS. „Deshalb tippen viele Hausärzte auch nicht auf Schlafstörungen, wenn ihre Patienten über Bluthochdruck, Zerschlagenheit bis hin zum Burn-out-Syndrom klagen.“ Obwohl dem gesunden Schlaf in medizinischen Fachkreisen allmählich mehr Bedeutung beigemessen wird, ist man hier zunächst auf eigene Beobachtungen angewiesen, um dann gezielt aktiv zu werden.
Wenn der Schlaf krank macht
Zum einen bringt einen das Schnarchen nicht nur selbst um den Schlaf, sondern auch den Partner – und beide haben gleichermaßen an den Folgen unruhiger Nächte zu leiden. Zum anderen sind Schnarcher besonders anfällig für eine Häufung so genannter Atmungsaussetzer, die wiederum der Grund für vielfältige Krankheiten sein können.
Die Atmungsaussetzer, fachlich als Apnoe (griechisch „Windstille“) bezeichnet, entstehen durch einen kurzfristigen „Verschluss“ des Rachens, oft durch eine erschlaffte Zunge, so dass die Atemluft nicht mehr fließen kann. Das Gehirn verhindert aber ein Ersticken, in dem es die Organe weckt und man weiteratmet. Das „Wecken“ erfolgt für Betroffene meistens so unmerklich, dass sie meinen, sie würden schlafen. In Wahrheit hindern sie die unterbewussten „Weckrufe“ daran, in den nächtlichen Tiefschlaf zu sinken, den unser Körper zur Regeneration braucht. Jeder Mensch hat übrigens diese Atmungsaussetzer und so lange ihre Zahl unter zehn pro Stunde liegt, gibt es keinen Grund zur Sorge. Doch wer sich morgens kaputt fühlt, obgleich er früh genug ins Bett gegangen ist, wer mit Kopfschmerzen aufwacht, wen tagsüber die große Müdigkeit packt, wer sich schlecht konzentrieren kann oder niedergeschlagen und sexuell lustlos ist, der sollte seinem Schlaf auf den Grund gehen.
Kleine Schiene – große Wirkung: Gesundheit und himmlische Ruhe
Wer einen Partner hat, kann fragen: Schnarche ich? Höre ich manchmal auf zu atmen? Wenn Sie beide oder Sie selbst den Verdacht haben, etwas könnte nicht in Ordnung sein, gehen Sie mit diesen Beschwerden zum Hausarzt und bitten um eine Überweisung zum Lungenfacharzt. Dort bekommen Sie ein kleines Aufzeichnungsgerät, mit dem Sie zu Hause schlafen gehen und das dokumentiert, ob Sie schnarchen und wie viele Atmungsaussetzer Sie haben. Anhand dieser Daten kann Ihr Facharzt die Diagnose stellen und Sie über die verschiedenen Therapiemöglichkeiten beraten.
Wer stark betroffen ist, für den können eine Atemmaske oder chirurgische Eingriffe die beste Lösung sein. Bei leichter bis mittlerer Apnoe und „normalem“ Schnarchen erzielt man mit speziellen Zahnschienen große Erfolge. „‚Wir können beide gar nicht fassen, wie gut wir jetzt wieder schlafen‘, ‚Mein Bluthochdruck ist verschwunden‘, ‚Endlich gehe ich wieder mit Schwung in den Tag‘, so begeistert berichten viele Patienten, für die oft ein jahrelanges unbestimmtes Leiden zu Ende geht“, freut sich Dr. Susanne Schwarting. „Damit die Schienen ihre Wirkung entfalten können, müssen sie fachkundig angepasst und ausgeführt sein. Herkömmliche Knirschschienen bringen gar nichts!“ Die richtigen Schienen bewirken, dass der Unterkiefer minimal nach vorne geschoben wird. So kann die Zunge nicht in den Rachen rutschen und die Atemwege bleiben frei. Im Gegensatz zu den Atemmasken sind Schienen einfach und unauffällig in der Anwendung.
Hier in Schleswig-Holstein übernehmen die meisten Krankenkassen die Kosten, wenn eine Apnoe festgestellt wurde. „Aber auch, wenn es ‚nur‘ ums Schnarchen geht, sind etwa 600 Euro gut investiert, wenn beide Partner wieder selig schlafen können!“ meint die Fachärztin. Homepage wünscht Ihnen in jedem Fall eine gute Nacht und schöne Träume!
Dr. Susanne Schwarting, international anerkannte Expertin für Schnarch-Schienen aus Kiel, Präsidentin der Deutschen Gesellschaft Zahnärztliche Schlafmedizin.
Mehr Informationen erhalten Sie auf den Websites:
www.nicht-mehr-schnarchen.de sowie www.dgzs.de Auf letzterer finden Sie auch Anschriften von Zahnärzten in Ihrer Nähe, die für eine Behandlung mit den so genannten Unterkiefer-Protrusions- schienen zertifiziert sind.
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