Bezahlbarer Wohnraum für unsere Mitglieder

Unsere soziale Verantwortung:

Die Medien vermitteln es ihren Lesern und Zuhörern jeden Tag: Mieter suchen verzweifelt nach bezahlbarem Wohnraum. Dadurch ist eine hochemotionale Diskussion entbrannt. Auslöser der starken Veränderung auf dem Wohnungsmarkt ist die Zunahme der Bevölkerung in den letzten fünf Jahren um zwei Millionen Menschen ausschließlich durch Zuwanderung. Hinzu kommt die Landflucht – die Menschen ziehen der Arbeit und dem urbanen Leben hinterher. Hieraus resultiert ein starker Einwohnerzuwachs in Ballungsräumen wie Berlin, Hamburg, München oder der Metropolregion Frankfurt/Rhein-Main. ­Auf dem flachen Land geht die Bevölkerungszahl aber schon seit Jahren zurück. Hieran zeigt sich, dass Wohnungsmärkte und damit auch die Frage des Angebots an bezahlbaren Wohnungen einer sehr differenzierten ­Analyse bedürfen.

Wohnungsmarkt ist nicht gleich Wohnungsmarkt

Diese regional individuelle Entwicklung wirkt sich eben extrem unterschiedlich auf die lokalen Wohnungsmärkte aus. Vielerorts übersteigt das Angebot an Wohnungen die Nachfrage; hier sind die Mieten dementsprechend günstig. Nur in den sogenannten Schwarmstädten ist der Bedarf an Wohnungen größer als der vorhandene Bestand, was deutliche Mietsteigerungen gerade bei Neuvermietungen zur Folge hat. Um auf diese Mietenentwicklung Einfluss zu nehmen, hat der Gesetzgeber unter anderem die Kappungsgrenze oder die Mietpreisbremse geschaffen.

Die wankendorfer hat kein Problem mit diesen staatlichen Regulierungen. Denn als Genossenschaft arbeitet sie nicht renditeorientiert, sondern ist sich ihrer Verpflichtung ihren Mitgliedern gegenüber und ihrer sozialen Verantwortung bewusst.

Mitgliederförderung im Fokus

So orientiert sich das Unternehmen seit 70 Jahren an sozialen Grundsätzen, die immer wieder an die sich verändernde Zeit angepasst werden. Stets wird dabei die Wohnung mit dem Wohnumfeld als wichtiger Dreh- und Angelpunkt des Lebens betrachtet. Im Kern drückt sich die soziale Qualität vor allem in der Wohnqualität und Wohnungsversorgung zu dauerhaft bezahlbaren Mieten, die bei Genossenschaften traditionell Nutzungsentgelte heißen, aus. Natürlich muss auch die wankendorfer – wie jedes Unternehmen – wirtschaftlich arbeiten, darf dabei aber die Balance für eine sozialverträgliche und nachhaltige Mietengestaltung im Sinne der Mitgliederförderung nicht aus dem Auge verlieren. Die im Zweijahresrhythmus erfolgenden Anpassungen werden daher grundsätzlich mit einer monatlichen Mehrbelastung von maximal 20 Euro pro Haushalt gedeckelt.

Die Nutzungsgebühren bilden die entscheidende Säule der finanziellen Grundlagen der Genossenschaft, einerseits zur Deckung der Bewirtschaftungskosten und andererseits für Investitionen zur energetischen und allgemeinen Verbesserung des Wohnraumes und -umfeldes. Damit die wankendorfer für ihren gesamten eigenen Wohnungsbestand einem Grundsatz, nämlich dem der genossenschaftlichen Gleichbehandlung, bestmöglich entsprechen kann, werden innerhalb jeweils eines Gebäudes bzw. Quartiers unter Berücksichtigung zahlreicher Faktoren die Mietniveaus festgelegt.

Dabei ergeben sich für grundsätzlich gleichwertige Gebäude und Wohnungen aufgrund der Lage des Gebäudes und der Attraktivität des Quartiers unterschiedliche „Wohnwertmieten“. Diese unternehmensseitigen genossenschaftlichen Wohnwertmieten bilden den Maßstab bei einer Neuvermietung und liegen immer auch unter dem ortsüblichen Marktniveau.

Moderate Mietanpassung trotz hoher Investitionen

Neben inflationsbedingten Mieterhöhungen und Anpassungen bei Neuvermietungen fließen heutzutage auch Modernisierungsinvestitionen in die Berechnung der Miete mit ein. Nach Modernisierungen erhöht die wankendorfer ihre Nutzungsgebühren jedoch deutlich unter den gesetzlichen Möglichkeiten von acht Prozent der umlagefähigen Modernisierungskosten. So werden die Modernisierungsmieterhöhungen auf monatlich maximal rund ein Euro pro Quadratmeter Wohnfläche begrenzt, wobei Mieter nach Durchführung von energetischen Maßnahmen eine Heizkostenersparnis von ca. 30 Cent pro Quadratmeter gegenrechnen können. Damit liegt die wankendorfer noch weit unter der seit dem 1. Januar 2019 gültigen Kappungsgrenze im Mietrechtsanpassungsgesetz. Hier darf die neue monatliche Grundmiete nach  einer Modernisierung innerhalb von sechs Jahren nicht um mehr als zwei Euro pro Quadratmeter Wohnfläche erhöht werden, sofern die monatliche Miete weniger als sieben Euro pro Quadratmeter Wohnfläche beträgt. Liegt die Miete darüber, darf um drei Euro pro Quadratmeter erhöht werden.

Hohes Ansehen seit sieben Jahrzehnten

Als nachhaltig agierendes Unternehmen ist die wankendorfer Adressatin vielschichtiger Interessen und Erwartungen. Diese unternehmerische Verantwortung drückt sich auch in der Festlegung ihrer Mieten aus. Auch dieser Tatsache verdankt die Genossenschaft ihr hohes Ansehen, das sie als Vermieterin seit nunmehr sieben Jahrzehnten genießt.

Bildquelle: Alex_Doubovitsky, iStock

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